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"Die Deutschen" im Auftrag von Gruppe 5 Filmproduktion GmbH und ZDF

3D-Animation

Berlin 1848, Stadtkulisse bei Nacht. Im Hintergrund zeichnen sich die Kirchenkuppeln des Gendarmenmarktes ab. Langsam senkt sich die Kamera. Während sie dicht an den Dächern und Fassaden nach unten fährt, wird am rechten Bildrand eine Menschenmasse sichtbar, die mit Fackeln in der Hand auf eine Barrikade zuläuft. Unruhig flackert der Widerschein der Fackeln an den Hausfassaden. Zwischen den Gebäuden steigt Rauch auf und bildet eine Dunstschicht.

Diese wie viele andere Szenen im Zehnteiler „Die Deutschen“ wurden von keiner realen Kamera aufgenommen sondern entstanden komplett im Computer. Bis ins Detail wurde ein Straßenzug des 19. Jahrhunderts erzeugt. Im Rechner werden hier zunächst 3D-Geometrien definiert, die durch eine Gitterstruktur repräsentiert werden. Den verschiedenen Flächen werden Texturen zugewiesen. Auf dieser Basis können im Computer Flächen simuliert werden, die bei entsprechender Beleuchtung reale Materialien perfekt imitieren.

Die Realisierung einer rein computergenerierten Szene ist sehr komplex und vielschichtig. Einerseits bildet die Summe der uns zur Verfügung stehenden Hardware-Ausstattung ein hochfrequentes Werkzeug. Es ist jedoch vor allen Dingen das sich ergänzende Zusammenspiel der Beteiligten, der hohe Grad an Motivation und der Spaß an neuen Lösungswegen, das zu beeindruckenden Ergebnissen führt.


Spezial Environment:
Eine besondere Herausforderung stellte immer wieder die Simulation einer mitteleuropäischen Landschaft dar. Grün, Gras, Bäume und wieder Gras und Bäume sind charakteristisch für die typische Landschaft Nordeuropas.


Spezial Timelapse: Berlin in 4 Zeitphasen
Zwei Jahre wurde hieran gearbeitet. Durch genaue Rekonstruktion, Haus für Haus, erwachte über diesen Zeitraum Berlin in seinen ursprünglichen Dimensionen.
Während der Realisation waren wir permanent auf die jeweils neuesten Hard- und Softwaremodule angewiesen. So arbeitete uns hier während des Projekts die aktuelle Entwicklung von sogenannten 64bit Systemen, die gewaltige Datenmengen im Rechenprozess verwalten können, in die Hände. Während zu Beginn des Projektes das mittelalterliche Speyer noch stadtteilweise gerechnet werden musste, was bei der Ausgabe wie separater Licht-, Material-, und Tiefenkanäle ein nicht zu unterschätzendes Datenaufkommen bedeutete, war es uns erst wenige Monate vor Projektbeendigung möglich, eine "Millionenstadt" in vertretbarer Rechenzeit umzusetzen.